ÜBER MICH
Mein Weg vor die Kamera ist mit vielen Erfahrungen verbunden: Bühne, Film, Fernsehen, Veranstaltungstechnik, Stimme, Fotografie, Menschen, Begegnungen und persönliche Entwicklung.
Ich wurde am 16. Juli 1972 in Wien geboren und bin in einer Schauspielerfamilie aufgewachsen. Dadurch kam ich früh mit Bühne, Film und dem kreativen Umfeld in Berührung. Schon bald entwickelte ich ein Gefühl für Darstellung, Atmosphäre und die besondere Energie, die entsteht, wenn Menschen gemeinsam an einer Produktion arbeiten.
Von 1991 bis 2011 arbeitete ich im Künstlerservice sowie in der Bühnen- und Veranstaltungstechnik bei zahlreichen nationalen und internationalen Großkonzerten und Festivals in Österreich und Deutschland. Diese Jahre prägten mein Verständnis für Produktionsabläufe, Timing, Teamarbeit und die Arbeit backstage. Sie haben mir auch gezeigt, wie viel Präzision, Geduld und Aufmerksamkeit hinter jedem sichtbaren Moment steckt.
Meinen ersten Einsatz als Komparse hatte ich 1991 in der Tatort-Folge „Kinderspiel“. Seit den 2000er-Jahren bin ich regelmäßig als Komparse und Kleindarsteller in Film- und Fernsehproduktionen tätig.
Als Darsteller liebe ich es, immer wieder in eine andere Zeit, an einen anderen Ort und in eine andere Figur einzutauchen. Für einen Moment darf etwas entstehen, das größer ist als die äußere Rolle: eine Haltung, eine Stimmung, ein Mensch in einer bestimmten Situation.
Schauspiel bedeutet für mich auch, sich selbst zu erfahren, wahrzunehmen und zu spüren.
Die Kunst des Komparsen- und Kleindarstellens fasziniert mich bis heute. Es ist der Reiz, Teil einer Welt zu werden, eine Szene glaubwürdig mitzutragen und dabei immer wieder neue Perspektiven zu entdecken. In zahlreichen Spielfilmproduktionen, Fernsehformaten und Werbespots durfte ich auf diese Weise mitwirken.
Eine meiner ersten großen internationalen Produktionen war 2010 „Die Säulen der Erde“. Dort war ich an der Seite von Donald Sutherland in verschiedenen Rollen zu sehen – als armer Hendl-Bauer, als Mönch und als Bürger bei einer Hinrichtungsszene.
Trotz meiner pazifistischen Einstellung wurde ich an vielen Drehtagen häufig als Polizist oder Soldat eingesetzt. Als Polizist war ich unter anderem in verschiedenen Tatort-Folgen, in Episoden von „Schnell ermittelt“, „SOKO Donau“, „Blind ermittelt“, „Im Schatten der Angst“, „Pulled Pork“, „80 Plus“ und „Sternstunden der Mörder“ zu sehen.
Als Soldat wirkte ich unter anderem in Produktionen wie „Hitlers fliegender Engel“, „Der Mann mit dem Fagott“, „Die Schachnovelle“, „Kafka“ und „Sisi und ich“ mit. Besonders herausfordernd waren die langen Drehtage für „Die Schachnovelle“ – am Semmering und nachts in der Wiener Innenstadt. Die reale Kulisse und die gespielten Nazi-Gesänge schufen eine emotional sehr aufwühlende Atmosphäre. Solche Szenen verlangen Konzentration, innere Stabilität und psychische Stärke.
Besonders schöne Rollen waren für mich Auftritte in „Das Glück ist ein Vogel“ als Teil eines Liebespaars im Hotel, in „Meiberger – Mörderisches Klassentreffen“ als tanzender Partygast, in „Ibiza Affair“ als Disco-Tänzer und in „Love Machine 2“ als Hochzeitsgast.
Spannende und körperlich fordernde Momente erlebte ich etwa in „Die Lottosieger“, als ich aus einem heranrasenden Auto sprang, um einen Geldtransporter zu überfallen, oder in „Der Onkel“, als ich während einer Amokfahrt gegen meine natürliche Reaktion ankämpfen und dem Stuntfahrer vertrauen musste.
Eine besondere Erfahrung war meine Arbeit bei „Vienna Blood IV + V“, wo ich an 42 Drehtagen als Stand-In / Double für Jürgen Maurer mitwirkte. Ganz anders waren die Drehtage für Norbert Pfaffenbichlers „2551.02“, wo ich in verschiedene Rollen des Horror-Genres schlüpfte. Gedreht wurde ausschließlich unterirdisch – mit einer ganz eigenen Atmosphäre und Energie.
Zu den Produktionen, in denen ich mitwirken durfte, zählen unter anderem „Vienna Blood“, „Tatort“, „Schnell ermittelt“, „SOKO Donau“, „Blind ermittelt“, „Totenfrau“, „Im Schatten der Angst“ sowie „Die Macht der Kränkung“.
Neben meiner Arbeit vor der Kamera bin ich auch als Sprecher tätig und für Studio-, Voice-over- und Hörspielproduktionen engagiert. Als Sprecher war ich unter anderem in der Produktion „Wunschkonzert“ unter der Regie von Katharina Höppel zu hören. Darüber hinaus bin ich Autor und Sprecher eigener Hörbuchproduktionen, darunter „Der Koan“, „Aurora und ihr Ei“ sowie „Aurora und der erste Jahreskreis“.
Ergänzend zu meiner Tätigkeit als Darsteller arbeite ich auch als Fotograf im Film- und Kulturbereich. Als Gründer des „1. Vereins für Komparserie und Kleindarstellerei Österreichs“ engagiere ich mich für Sichtbarkeit, Wertschätzung und Vernetzung innerhalb der Branche.
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